Mit Jan David beendet für uns überraschend ein hochtalentierter Torhüter seine aktive Handballkarriere. Jan bildete die letzten beiden Jahre gemeinsam Leon Bergmann eines der wohl stärksten Torhüter-Duos der ganzen HLA MEISTERLIGA, das uns in zwei intensiven Jahren viel Freude bereitete.
Titelbild: FIVERS | Anton Nigg
Jan David wechselte im Alter von 11 Jahren vom Vöslauer HC zu den FIVERS, holte dort dann mit dem 2001er-Jahrgang einen Nachwuchstitel nach dem anderen. Für Jan ging es sehr schnell in den HLA CHALLENGE – Kader, dort sorgte er für sicheren Rückhalt und stetig steigende Platzierungen in den Endtabellen in Österreichs zweithöchster Spielklasse. Der Wechsel in die HLA MEISTERLIGA erfolgte bald danach, im Zusammenspiel mit Leon Bergmann entstand ein richtig starkes Torhüterduo, das in den vergangenen zwei Jahren zu den besten der Liga gehörte. Starke Leistungen gab es von ihm in der Meisterschaft und auch im EHF European Cup zu sehen.
Sein überraschendes Karriereende mit 23 Jahren hat einen tiefer gehenden Grund: Jan will sich auf sein Medizinstudium konzentrieren, welches nur schwer mit seinem Anspruch an professionellem Einsatz als Handballsportler vereinbar ist.
Wir wünschen Jan alles nur erdenklich Gute auf seinem weiteren Weg und freuen uns auf ein Wiedersehen in der Sporthalle Margareten!
Jan David: „Die Entscheidung für die Beendigung meiner Handballkarriere ist mir nicht leicht gefallen. Ich bin mit elf Jahren von Vöslau zu den FIVERS gekommen, habe alle Jugendteams durchgemacht und Freunde fürs Leben gefunden. Wir hatten immer einen super Zusammenhalt, auch das hat es nicht leichter gemacht, dem ganzen jetzt den Rücken zu kehren und einen Schlussstrich zu ziehen. Nichtsdestotrotz bin ich der festen Überzeugung, dass es für mich jetzt der richtige Schritt ist. Ich habe mich dabei mehr für mein Medizinstudium entschieden und weniger gegen den Handball. Ich will in die Chirurgie, ein richtig guter Unfallchirurg oder Orthopäde werden. Das braucht mehr Zeit, als ich mit meinem Anspruch an den Handballsport aufbringen kann, die Doppelbelastung für diese zwei mir so wichtigen Dinge war zuletzt zu groß. Was bleibt sind wunderbare Erinnerungen. Etwa an unsere unglaubliche Europacupreise, unseren Sensationssieg gegen Benfica Lissabon, unseren Cupsieg 2021 in der Südstadt. Und auch wenn es komisch klingt: Auch an unsere drei Halbfinalniederlagen in den letzten drei Jahren. Da lernst du fürs Leben, wie du das sonst vielleicht nirgendwo anders kannst. In den schwierigen Zeiten sind wir als Team noch enger zusammengewachsen, nach der Niederlage wieder bereit alles zu geben. Ich will mich auch dafür bedanken, bei allen Mitspielern in den letzten Jahren, von der Jugend an bis rauf in die erste Mannschaft bei allen Trainern, die mir auch zuletzt großes Vertrauen trotz meiner Doppelbelastung mit Studium geschenkt haben. Ganz los wird man mich sowieso nicht, ich bleib den FIVERS als Nachwuchstrainer erhalten, man wird mich auch weiterhin in der Hollgasse sehen. Wie gesagt: Ich habe mich viel mehr für das Medizinstudium entschieden, nicht gegen den Handballsport.“
DANKE JAN!
















